Wien sucht den Sudoku-Meister 30. März 2008, ab 10 Uhr, Wiener Rathaus
Im Jubiläumsjahr möchten die Veranstalter etwas vom Erlös des erfolgreichen Turniers abgeben und damit ein autistisches Kind unterstützen. Autismus ist zwar nicht heilbar, durch eine spezielle Therapie können autistische Menschen aber gefördert werden (www.autistenhilfe.at ).
Raphael will mehr vom Leben!
Der 5. Sudokuday steht für einen guten Zweck. Den ganzen Tag werden Spenden für Raphael gesammelt. Er ist ein 6 Jahre alter Bub mit einer besonders schweren Form von Autismus. Durch Turnieranmeldung, Tombolalose, und Spendenboxen vor Ort kann Geld gespendet und so seine weitere Entwicklung gefördert werden.
Raphael´s Geschichte:
Raphael ist 6, er wird im Mai 7 Jahre alt. Er und seine Familie, wohnen im 10. wiener Gemeindebezirk. Seine Mutter hat lange gehofft, dass er keinen bzw. nur eine leichte Form von Autismus hat, da sich die Ärzte in Raphaels ersten Lebensjahren unschlüssig waren. Irritirend war für die Ärzte, dass er Augenkontakt halten konnte, was den meisten Autisten unmöglich ist. Vor zwei Jahren war es dann gewiss, keine Hoffnung mehr, er ist 100 Prozent autistisch.
Raphael´besucht die Schule für schwerstbehinderte Kinder in der Paulusgasse. Einmal in der Woche geht er zur Musik- oder Rhythmiktherapie zum Dachverband Österreichischer Autistenhilfe im 1. Bezirk. Er braucht sehr oft Zeit für sich selbst, andere Menschen machen ihn manchmal nervös, er will dann alleine sein. Er ist sehr sensibel und benötigt auch viel Körperkontakt seiner Mutter, welche sehr gerne mit ihm kuschelt.
Schaukeln ist Raphaels Leidenschafft, er hat auch eine Schaukel zu Hause, diese wird ihm allmählich jedoch zu klein, das Geld für eine neue muss hart gespart werden. Eine Sammelleidenschafft besitzt er für Stoffe verschiedenster Art, Pelz, Seide, Baumwolle, er liebt es diese um sich zu haben und mit den Händen darüber zu streichen. Außerdem liebt er die Natur, Bäume, den Schnee, er hält sich sehr gerne draußen auf. Zu Hause schaut er sich gerne Bücher an, er kann sie jedoch nicht lesen, auch nicht die Bilder zuordnen, er schaut sie einfach an und fährt mit der Hand darüber.
Die Familie stammt aus Armenien, die Mutter ist Logotherapeutin, allerdings wird ihre Ausbildung hier nicht anerkannt. Der Mann hat zur Zeit keine Arbeitsbewilligung. Raphael hat auch noch eine kleine 5 Jährige Schwester. Das Geld ist knapp, deswegen werden die Spenden vom Sudoku-Day dringend für die sogenannte "Teacch-Terapie" gebraucht. Eigentlich hätte Raphael schon damit beginnen müssen, altersmäßig, aber eine Stunde kostet 70 Euro, das ist für die Sarkisians unleistbar. Nur durch diese Therapie wird das Gehirn stimuliert, Gehirnarbeit gefördert und stukturiert, womit eine Entwicklung stattfindet. Raphael macht so nur ganz geringe bis gar keine Fortschritte.
Hier noch ein Link zu dieser Therapie:
http://www.kleine-wege.de/Autismuszentrum_und_Beratungsstelle/Foerderung_nach_dem_TEACCH-Ansatz.html